{"id":806,"date":"2015-09-05T11:27:39","date_gmt":"2015-09-05T09:27:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lorrainebad.ch\/?p=806"},"modified":"2019-04-30T10:26:39","modified_gmt":"2019-04-30T08:26:39","slug":"806","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lorrainebad.ch\/?p=806","title":{"rendered":"Woher kommen die Fische im Lorrainebad?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Immer wieder fragen sich BesucherInnen, was es mit den Fischen im Lorrainebad-Becken auf sich hat. <\/strong><\/p>\n<p>Wohl auch, weil sie ab und zu ein Pommes Frites erschnappen!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Seit dem Bau des Lorrainebades Ende des 19. Jahrhunderts tummeln sich allerhand Fische im Schwimmbecken. Am Anfang wurde das Schwimmbecken mit Aarewasser gespiesen, so dass zahlreiche Fische ihren Weg in den ruhigen Hafen fanden. In den 40er-Jahren musste das Schulbaden im Lorrainebad wegen dem damals stark verunreinigten Aarewasser voru\u0308bergehend aufgegeben werden. Zur Speisung der beiden Badebecken wurde deshalb 1949 ein Schacht von 7,5 m Tiefe abgeteuft. Der Einlauf des Wassers in das Becken ist gut sichtbar oberirdisch angebracht und das Schwimmbecken wird so mit sauberem Grundwasser gespiesen.<\/p>\n<p>Seither schlu\u0308pfen die Fische u\u0308ber den, am Ende des Beckens angebrachten Schieber von der Aare in die Badi. Wenn sich infolge Westwinds einiges an Laub und Oberfl\u00e4chendreck beim Schieber ansammelt und dieser dann eine gewisse Zeit ge\u00f6ffnet bleibt, finden die aareaufw\u00e4rts schwimmenden Fische den Eingang ins Lorrainebad recht einfach. Aber auch Enten k\u00f6nnen den Fischbestand beeinflussen, indem sie am Schnabel und am Gefieder h\u00e4ngengebliebenen Fischlaich \u201eeinfliegen\u201c. Und natu\u0308rlich vermehren sich die im Becken lebenden Fische auf natu\u0308rliche Art, das sei ihnen geg\u00f6nnt! Zu fru\u0308heren Zeiten erteilte das kantonale Fischereiamt sogar eine Pacht zum Fischen im Lorrainebad. Vom P\u00e4chter ausgesetzte \u201eRegenb\u00f6geler\u201c (Zucht-Forellen) hatten aber ein kurzes Leben: Praktisch u\u0308ber Nacht drangen \u201eb\u00f6se Fischer-Buben\u201c ein und fischten den Teich praktisch leer. Seither gilt: Fischen verboten. Es gibt Spiegel- und\/oder Schuppenkarpfen. Da mu\u0308sste man noch genauer hinschauen\u2026.! Sie werden gut und gerne 40 Jahre alt und geniessen das ruhige, schlammige Gew\u00e4sser. Es gibt Ruchfische, Ischer, R\u00f6teli, kleine Egli und Hechte (die sich punkto Gr\u00f6sse an den eingeschr\u00e4nkten Lebensraum im Schwimmbecken anpassen).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-804\" src=\"http:\/\/www.lorrainebad.ch\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Hecht-550x412.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/www.lorrainebad.ch\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Hecht-550x412.jpg 550w, https:\/\/www.lorrainebad.ch\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Hecht-270x202.jpg 270w, https:\/\/www.lorrainebad.ch\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Hecht.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p>Wer die Hechte (sie k\u00f6nnen 20-30 Jahre alt werden) sehen will, muss am besten fru\u0308hmorgens im hinteren Teil des Beckens wachsam Ausschau halten. Oder aber abends, wenn sie sich wieder aktiver um Futter ku\u0308mmern und die kleinen Fische jagen gehen. Den Menschen geht der Hecht aus dem Weg. Einmal im Becken bleiben die Fische drin, ein Rausschwimmen ist praktisch unm\u00f6glich. Es gibt keine explizite Betreuung der Tiere, sie passen sich den (engen) Gegebenheiten an und sind den Brotkrumen, die die G\u00e4ste vom Lorraine Restaurant spendieren nicht abgeneigt. Das \u00dcberleben im Winter, wenn das Schwimmbecken gefroren ist, stellt ebenfalls kein Problem dar. Die Fische brauchen weniger Futter, da sie weniger aktiv sind. Sie ern\u00e4hren sich von Insektenlarven, kleinen Krebsen, Wu\u0308rmern, Schnecken oder Muscheln, die am Grund oder am Beckenrand leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Seegras und Wasserzufuhr<\/strong><br \/>\nViele BadibesucherInnen finden das wuchernde Seegras etwas speziell und wundern sich, dass es nichtlaufend zuru\u0308ckgeschnitten wird. Die im Becken lebenden Fische oder die zu Gast weilenden Enten liebendas Gras und fu\u0308r Schwimmer Innen ist es absolut ungef\u00e4hrlich. Das Seegras im Naturbecken wird in der Regel jedes Jahr im Rahmen der Aare-Absenkung fu\u0308r die Revision des Stauwehrs durch eine Tauchergruppeder Sanit\u00e4tspolizei vor Saisonbeginn mit einem Rasenrechen entfernt resp. zuru\u0308ckgeschnitten. Der Rechenwird am Grund des Beckens angesetzt und quer durch das Becken gezogen.<\/p>\n<p>Das Seegras w\u00e4chst aber sehr schnell nach und ist daher bei Saisonbeginn bereits wieder gut sichtbar.Wu\u0308rde das Seegras w\u00e4hrend des Badebetriebs geschnitten, g\u00e4be es w\u00e4hrend gut eines Monats eine starkeTru\u0308bung des Wassers. Diese Tru\u0308bung w\u00e4re aber ein Problem fu\u0308r die Badeaufsicht \u2013 man wu\u0308rde nicht mehrsehen k\u00f6nnen, wenn eine Person im Becken in Not oder gar am Ertrinken ist und absinkt. Das Sportamtgewichtet die Sicherheit der Badeg\u00e4ste h\u00f6her als das Schwimmen im Naturbad mit Wasserpflanzen unddaher wird w\u00e4hrend der Badesaison auf einen weiteren Seegras-Schnitt verzichtet.<\/p>\n<p>Die Wasserspeisung des Naturbeckens erfolgt u\u0308ber zwei Zug\u00e4nge: Zum einen u\u0308ber eine Schleuse am unteren Teil des Badebeckens, die direkt mit der Aare verbunden ist. Diese Schleuse ist zust\u00e4ndig fu\u0308r die Regelung des Wasserstandes. So kann sichergestellt werden, dass der Wasserstand im Schwimmerbecken gleich hoch ist wie in der Aare. Ist der Wasserstand etwas tiefer, sieht man das Seegras auch besser. Zum anderen fliesst Frischwasser (Grundwasser-Quelle) u\u0308ber einen Wasserkanal direkt in den Nichtschwimmerbereich. Der offene Teil dieses Kanals, eine Art kurzer Bach, ist vor allem bei den Kindern beliebt zum Planschen und Wasser-Stauen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder fragen sich BesucherInnen, was es mit den Fischen im Lorrainebad-Becken auf sich hat. 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